Montag, 21. Juni 2010

DAS AHNDL


Nach der Katastrophe (1:0 Niederlage gegen Serbien/Restjugoslawien) ging ich mit Inge Donara ins Ringelnatz zum Abendmahl (es war nicht das letzte...) und anschließend vergeblich zum Eisessen ins geschlossene BARTU - nein meine Damen, hier gibt's keine Schuhe sondern ausgesprochenes köstliches, figurbetonendes Gelati - bevor wir im TamS das futuristische Wilderdrama "dahoam is nimmer dahoam" von Maria Peschek erlebten. Wie so oft kam ich wie die Jungfrau zum Kind, jedenfalls kannte ich die AkteurInnen überhaupt nicht und das romantische Theater am Sozialamt im einstigen Schwabinger Brausebad nur von außen. Tja und plötzlich waren wir mittendrin, jedenfalls endete die Brausebadbühne nicht im Orchestergraben sondern eine Reihe hinter uns, wo eine Volkshochschulprofessorin aus Tutzing (oder Starnberg) in der Halbzeitpause für eine Slepstick-Einlage sorgte.
Ursprünglich wollte wir am Mittwoch gehen, aber dann wurden Inge Donara und Nadine Salomon (Konfektionsgröße 36-38) gleichzeitig krank, so dass Maria Peschek die Rolle der Prinzessin übernehmen musste. Die trug - und das fand ich besonders schamanisch - keine Krone, sondern eine knochenbleiche Haube mit Rehkrickerl (Lady Diana lässt grüßen). Die Geburt der Vorstellung, die sich von Anfang Mai bis gestern von Mittwoch bis Samstag wiederholte, erfolgte durch einen österreichischen Kaiserschnitt. Mit frisch gewetztem Messer schlitze die männliche Hauptrolle (Mutter/Wilderer Girgl) den ZuschauerInnen nicht die Kehle sondern einen Plastiksack auf, der die Kostümierung (Kleiderspende/Almosen) enthielt. Viel war den Heimatlosen im düsteren Brausebad, die sich nur lückenhaft erinnern konnten, wer sie waren und woher sie kamen, nicht geblieben, selbst das Rosenkranzbeten hatten sie verlernt. Nix war nach dem Urknall mehr so, wie's einmal war; London driftete nach Hamburg und der Zwick-Badeort Füssing wurde zu dem was es schon immer war, eine Insel der glückseligen Amigos, die nicht nur in Bayern die Narrenfreiheit haben. Die Superreichen, die mit sich selbst nichts anzufangen wissen und aus frustrierter Langweile die Apokalypse realisierten, residieren nach dem großen Rumser auf grünen Golfplätzen, die im Vorfeld aus einem Burda-Modeheft (Bambi Maria Furtwängler) entnommen und von der Bühnenbildnerin (Schöpferin) auf eine imaginäre Weltkarte fixiert worden sind.

Eine tragende Rolle spielt das Ahndl (Österreich: Erbverwandte/Großmutter), die seit ihrem Tod im Kasten (Sarg/Schrank) aufbewahrt wird. Die Erblasserin riecht nicht mehr gut, die seifige Haut hängt in Fetzen herab, trotzdem (bzw. aus diesem Grund) verlangt sie täglich nach Schnaps, den sich der Flaschengeist mit den ErbInnen, die nichts mehr zu verlieren haben, teilen muss. Die mütterliche Doppelrolle (Mutter/Wilderersohn Girgl) verkörpert scharfsinnigerweise ein Mannsbild namens Christian Buse, der mich, wenn er mit dem Teppichklopfer auf den einfältigen Buben eindrosch, intuitiv an Mutter Anka erinnerte. Zwischendrin hatte die Alleinerziehende lichte Momente und analysierte ihre Gewaltbereitschaft, die laut Maria Peschek, nicht von Innen (vom Herzen) sondern von Außen kommt. Tatsächlich spülte mein tablettensüchtiges Ahndl die Psychopharmaka, welche sie in den Wechseljahren von ihrem Hausarzt verschrieben bekam, mit einem hochprozentigen Stamperl hinunter, das sie u. a. mit selbst eingekochten Hollersaft mischte. Mit der Lichterscheinung "Auf diese Fläche wird nichts projiziert", ging es nach dem Untergang der D-Mannschaft mit 5:0 in die Halbzeitpause, die von vielen ZuschauerInnen (es waren mehr Frauen wie Männer) genutzt wurde, um die Nikotinsucht zu befriedigen oder die Eindrücke auf der Toilette zu verdauen. Inge Donara und ich blieben auf unserer Reservebank (Platznummer 25/24) nach dem Motto sitzen: "Mei wenn's im Irrenhaus a Internet gibt, geh' i freiwillig nach Gab'asee". Das Klinikum Gabersee (Gardasee) heißt seit 1. Januar 2007 offiziell Inn-Salzach-Klinikum. Wie's der innenpolitische "Stoiber-Zufall" will, änderte auch mein Pflegeheim Anfang 2007 Namen und Adresse. Die Zwangshochzeit fand an einem Tag statt, an dem sich der Gehirnschlag von meinem Ahndl zum 16ten Mal jährte. Der war am 17. Wiegenfest der Urenkelin (7. 2. 74) ein Licht aufgegangen: nicht von der widerspenstigen Wilderin, die sich weder kaufen noch zähmen ließ, drohte Lebensgefahr, sondern von den Kaiserjägern, die bis heute vom 1000jährigen Habsburgerreichs träumen: Seit der Wahl Albrechts II. anno 18. März 1438 stellten die Habsburger bis auf eine 3jährige Ausnahme sämtliche Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bis zu dessen Ende im napoleonischen Zeitalter (1806). Das Kaiserthum Oesterreich wurde am 11. August 1804 von Erzherzog Franz von ÖsterreichErbmonarchie gegründet, der als letzter Kaiser (Cäsar) des HRR in die Kirchengeschichte einging. Nach dem Untergang führte Franz II. die H-Feudalherrschaft als Franz I., Kaiser von Österreich fort. Am 11. November 1918 entließ der letzte amtierende H-Kaiser seine Regierung und verzichtete auf Anraten des deutschösterreichischen Staatsrates auf jegliche Beteiligung an den Staatsgeschäften. Am folgenden Tag rief die Nationalversammlung die Republik aus. Im März 1919 verließ Ex-Kaiser Karl I. Deutschösterreich, im April wurden das Habsburgergesetz aufgelöst und das Adelsaufhebungsgesetz beschlossen. Am 12. März 1938 vollzog der Führer mit dem Unternehmen Otto (wie Otto von Habsburg) den deutschen Anschluss ans Habsburger Reich. Am 11. Oktober 2008 flog der berauschte Haider Girgl auf dem Heimweg ins Bärental aus der Kurve. Seit dem Rumser ist's bei der BayernLB niet mehr so wia's amoi war...



Nach der Halbzeitpause setzte sich das irrationale Wildererdrama im Bergwald nicht nur musikalisch fort: Ein stolzer Schütz in seinen schönsten Jahren, er wurde weggeputzt von dieser Erd. Man fand ihn erst am neunten Tage bei Tegernsee am Peißenberg. Am 6. Nov. 1877 (Luisa Francia' Göttinnenkalender: Baba Yaga) wurde der 29jährige Wildschütz Jennerwein laut Gerichtsakten von seinem Ex-Freund, dem Jäger Johann Pföderl, auf einer Waldlichtung am Peißenberg hinterrücks erschossen. Wäre der Girgl nit daschoß'n woarn, häd' den 90jährigen vielleicht beim Anschluss ans Habsburger Reich d'a Schlog d'roffa. Bayerische Wildschütz'n haben die Sendlinger Mordweihnacht nicht vergessen, bei der ein Anzinger Postmeister namens Hierner eine zwielichtige Rolle spielte. Wer weiß - vielleicht gehört der Jennerwein wie mein Ahndl zu jenen WiedergängerInnen, die solange umgehen bzw. koa Ruha geb'n, bis sie erlöst sind. Im Schwabinger Brausebad gab's für den Girgl, der das Spiel der Großkopferten vor dem großen Rumser durchblickte, kein Happyend wie bei der schwedischen Thronfolgerin, deren märchenhafte Geschichte bei den olympischen Sommerspielen in München begann. Für Silvia Renate Sommerlath jährte sich bei der Trauung ihrer Tochter der eigene Hochzeitstag (19. Juni 1976) zum 34igsten Mal. Spannend ist, dass der bürgerliche Schwiegervater des Schwedenkönigs, Walter Sommerlath, bis 1957 in Brasilien ein Stahlwerk dirigierte. Ob dort Stahlträger, Ölfässer oder Waffen hergestellt wurden, kann ich nicht sagen, ich weiß nur aus den Schlagzeilen, die meinen montäglichen Arbeitsweg flankierten, dass am Tam's-Abend eine betrunkene 44jährige Autofahrerin in Gießing mit voller Wucht ein Stahlgeländer rammte, so dass sich der eiserne Obergurt durch Motorhaube, Wageninnenraum und Heckscheibe bohrte. Die gebürtige Bulgarin muss einen stocknüchternen Schutzengel gehabt haben, da sie beim Horrorunfall nicht wie ein Grillhendl aufgespießt, sondern nur leicht verletzt wurde. Vermutlich wurde sie ins Rechts der Isar gebracht, wo ich neulich mit Brigid das Untergeschoß eines Gebäudes digitalisiert, das fast so alt ist wie die Haidhauser Armen- und Krankenanstalt. Ein Teil der Kräfte, die auf dem Kellergewölbe lasten, werden von gelben (RAL 1023 - traffic yellow) Stahlträgern auf Grundmauern übertragen. Vor Ort konnten wir uns keinen Reim auf die Geschichte machen, doch nach Donara' seltsamen Traum bekommen Haidhauser Stahlträger zwischen Prinzregenten und Einsteinstraße eine andere Dimension...

Sonntag, 13. Juni 2010

12. JUNO





Gestern - 12. Juni 2010 - wollte ich auf vier Hochzeiten tanzen: Schwabinger Hofflohmarkt, am "Tag der Handarbeit" wohltätig sein; wie Bus 54 von der Münchner Freiheit zum Waldfriedhof radeln oder die bayerische Staatskanzlei "heimsuchen", die einen Tag vor dem 134igsten Todestag des unsterblichen Märchenkönigs (**13.  Iuno 1886) den UntertanInnen (BürgerInnen) Einblicke ins CSU-Machtzentrum mit Blick auf Residenz und Diana-Hofgarten gewährte. Bis auf einen halbherzigen Rundgang während des WM-Finales Griechenland - Südkorea, lösten sich alle Wunschvorstellungen im Nichts (Nirwana) auf. "Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr", will der Butler in jeder Silvesternacht von der alleinstehenden 90jährigen Miss Sophie wissen - ich mach's kurz: Auch 2011 werden sich (so Gott will) die Einblicke in die bayerische Staatskanzlei, der Schwabinger Flohmarkt sowie der "Tag der Handarbeit" wiederholen, der gestern ohne meine Anwesenheit im "Meschugge54" standfand. Meschugge bedeutet in der jiddischen Sprache "verrückt" sein. Einer/einem Narrischen wird solange die Feiheit gewährt, bis die Herrschaften den Eulenspiegel nicht mehr ertragen können. Vor Einführung der Demokratie bestimmten die Edelleute das Schicksal, heutzutage geben Aufsichtsräte und Konzernchefs den Ton an, die weltweit absolute Narrenfreiheit haben. Dem "Joker" wurde in der Großen Arkana (Tarot) die Null (0) zugeordnet, die aus einer 1 eine 10, 100, 1000 Million usw. macht. Das T-Geheimnis (arkana) orientiert sich u. a. an der Kabbala und jenen 22 heiligen hebräischen Buchstaben, die das Wort Gottes bzw. das himmlische  Gehirnwaschprogramm offenbaren. Der "erste" historische Gesetzgeber ist/war der 6. König der ersten Dynastie von Babylonien, Hammurapis (** minus 1750) der den gleichnamigen Codex vor ca, 3760 Jahre in Stein meißeln ließ. 3760 vor der Geburt eines Messias, der nur von den Christenmenschen als solcher anerkannt wird, beginnt die Schöpfung der Welt nach jüdischer Zeitrechnung. Der Name Hammurabi fügt sich aus den akkadischen Begriffen hammu(m) und rabi'u(m) zusammen. Hammum bedeutet Familienoberhaupt, Familienvater, väterlicher Onkel oder Großvater, rabi'um heißt soviel wie Heiler. Demnach ist Hammurabi ein heilender (heiliger) Vater wie z. B. Josef Ratzinger aus Marktl bei Altötting, der Dalai Lama oder  Karim Aga Khan IV, der göttliche Gemahl der Gabriele Inaara Begum Aga Khan. Die Liste der  Entwicklungsprogramme der  Aga Khan Development Network ist ebenso fragwürdig wie die Rockefeller-Stiftung, die Caritas oder die Freie Wohlfahrtspflege. Mit der Not (Leid, Leidenschaft, Passion) anderer Lebewesen caritative Geschäfte zu machen,  garantiert bis zum Jüngsten Tag vor allem den Wohlstand der sogenannten (Wohl)täterInnen, die sich mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit oder Spende einen Ehrenplatz im selbstgestrickten  Himmelreich (griechisch: pluto) zu reservieren. Lockvogel ist ein hungriger dunkelhäutiger Säugling mit großen traurigen Kulleraugen, der, falls er (oder die Säugling) nicht von Superstar Madonna adoptiert wird, demnächst eine kunterbunte Babydecke aus 4 x 4 selbstgestrickten/gehäkelten/genähten Quadraten (20 x 20 cm) bekommt.




  
Veranstalterin der Münchner Aktion "Wärme schenken zur WM" ist eine tapfere Schneiderin namens Schnittchen (Schneewittchen), die voller Begeisterung über den traum von quadraten in ihrem blogger berichtet:
Trotz schönstem Sonnenschein und Temperaturen um die 28 Grad sind zwischen 10 und 17 Uhr immer wieder fleißige Schneiderinnen, Strickliseln und Häkelsüchtige ins meschugge-54 Café gekommen, um Decken und Quadrate abzugeben, und für ein, zwei oder mehr Stunden zu helfen, schon eingeschickte Quadrate zusammenzusetzen. Deswegen kann so, wie es momentan aussieht, allein schnittchen am 11. Juli 32 Babydecken, das sind 512 Quadrate (!) auf den Weg nach Berlin zu Save the Children Deutschland schicken. Ich bin total begeistert und es hat mir gestern super viel Spaß gemacht!
Quelle: http://www.schnittchen-online.com/blog/
Dito Schneewittchen, deine Benefiz-Gala anlässlich der WM in Südafrika macht mir im Rückblick (Recycling) ebenfalls viel Spaß. Besonders lustvoll ist nach dem meschugge-click der virtuelle Einblick in eine Berliner Modewelt, die frischen Wind in die Münchner Schickeria-Welt bringen will. "Ach", grinste meine innere übergewichtige Sauhündin und klickte auf der M54-homepage auf das Zauberwort Fashing - und siehe da, die Meschugge-Karnevalistinnen könnten in bayerischer Mundart tatsächlich als windig (schwindsüchtig) bezeichnet werden. Mal ehrlich, sehen die Stylingpuppen nicht wie TBC-Patientinnen aus, die im Sanatorium "Meschugge" auf den Kehraus warten? Vor dem Mauerfall beschränkte sich der Karneval auf die "Dunkle Zeit" zwischen Allerheiligen (11. 11. 11 Uhr 11) und Aschermittwoch (Beginn der Fastenzeit), aber gegenwärtig ist das ganze Jahr über Narrhallazeit: HELAU. Hochburgen der deutschen Fastnachtkultur sind Mainz(el-männchen), wie's singt und lacht, Köln und Düsseldorf. Der Münchner Fasching beschränkt sich hingegen auf die Rundfunkbälle, die NATO-Gaudi im Bayerischen Hof sowie auf die androgyne Damenwelt vor der "Deutschen Eiche". Königin der Maskenzunft ist der Karneval in Venedig. Der Begriff "Carnevale di Venezia“ wurde erstmals 1094. Ausgehend von den italienischen Fürstenhöfen entwickelten sich seit dem Spätmittelalter immer prunkvollere und aufwändigere Formen des Karnevals. Zu Lebzeiten Casanovas im 18. Jahrhundert erreichte die Kostümierung ihre größte Pracht, zugleich uferten die Sitten immer mehr aus. Einen virtuellen Einblick in die damalige Commedia dell’arte gibt der Künstler Hans-Gerhard Blödorn, dessen venezianischer Augenschmaus vom touristischen Leichenschmaus ablenkt.
Der in Venezia geborene Lebemann Giacomo Casanova (Jakob Neuhaus) wurde durch seine Memoiren (Erinnerungen) zum Synonym für einen Frauenhelden. "Playboy" wird  man(n) nicht aufgrund seiner Manneskraft (Potenz), sondern weil man(n) das,  was sich frau von einem Liebhaber verspricht, nicht halten kann. Ursprünglich schlug der älteste Sohn der Schauspielerin Giovanna Farussi eine katholische Priesterlaufbahn ein, doch nachdem der angehende Gottesmann mit 16 Jahren betrunken von der Kanzel stürzte, endete die zölibatäre Karriere bevor sie begann. 1742 machte sich der 17jährige Casanova auf den Weg nach Konstantinopel, um - wer weiß das schon - die Nachfahren von Joseph Nasi zu beglücken. Bei seiner Rückkehr  nach Venedig wurde Jakob Neuhaus erstmals wegen Erbstreitigkeiten inhaftiert. Nach der Haftentlassung reiste der vorbestrafte Jüngling über Ancona (Loreto) nach Roma, wo er den venezianischen Papst Clemens Nr. 8 kennenlernte. Der befreite seinen Verehrer nach der Privataudienz von der Fastenpflicht, erlaubte ihm verbotene Bücher zu lesen und kürte den Beschittenen zum "Ritter des goldenen Sporns" (Malteser- bzw. Templerkreuz). Botanische Rittersporne aus der Familie der Hahnenfußgewächse sind zwar wunderschön anzusehen, aber ebenso tödlich wie ein Menschenleben. Den "Wert" eines Menschen bestimmen Reichtum und "Schönheit", die durch den aktuellsten Modetrend sichtbar wird. "Kleider machen Leute" heißt ein Sprichwort, das den Nagel auf den Kopf trifft, an dem des Kaisers neue Kleider hängen, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt, die wie die Zahlenwerte beim "Wallstreet- Monopoly" in Wahrheit gar nicht existieren. Die Menschen, denen er bei einer Pressekonferenz seine nackte Haut präsentiert, heucheln Begeisterung und lobpreisen die neuen kaiserlichen Kleider, die aus kleinen, unsichtbaren Quadraten zusammengesetzt sind. Am Ende fliegt der Schwindel auf, weil ein Kind, das noch nicht so meschugge wie die Erwachsenen ist, die Wahrheit ausspricht...

Mittwoch, 9. Juni 2010

DEMENTIA



Im SZ-Magazin 21/2010 entdeckte ich neulich unter der Überschrift Endstation Demenz ein Foto, das an den Haupteingang in mein freistaatliches Baupflegeheim erinnerte. Das Bild dokumentiert eine Bushaltestelle im Innenhof eines Münchner Seniorenstifts. An der Station  hält kein Bus. Trotzdem wartet Helene M. jeden Tag, denn sie ist dement.
Heilen kann man Demenz nicht – nur den Weg des geistigen Verfalls erleichtern. Zum Beispiel mit dieser Haltestelle. Milieugestaltung nennen Fachleute das: Weil bei den Erkrankten keine neuen Erinnerungen mehr stattfinden, versucht man, ihnen eine erlebte Realität zu ermöglichen – sei es durch Möbel aus den Dreißigerjahren, Musik von früher oder eben eine Bushaltestelle, die mal eine echte Bushaltestelle war und deshalb täuschend echt aussieht: das Schild mit dem "H", ein runder Mülleimer in Hüfthöhe und am Haltestellenmast ein detaillierter Fahrplan, der besagt, dass hier der 54er mit Endstation Lorettoplatz hält und der Nachtbus N42 zur Dülferstraße fährt.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/suche/0/10/Bushaltestelle/




Dass der MVV-Bus Nr. 54 vor dem  Waldfriedhof endet, ahnt Helene M. nicht mehr. Vermutlich hat sie auch die wunderliche Schwarze Madonna von Loreto vergessen, die an einer spirituellen Identitätsstörung leidet, denn es gibt viele schwarze Liebesgöttinnen wie z. B. Afro-Dite-Venus-Bavaria oder Osun. Die bekannteste bayerische Schwarze (Sanskrit: Kali)  zeigt sich nicht am Münchner Waldfriedhof, sondern in der Altöttinger Gnadenkapelle, die im Zentrum einer Keltenschanze errichtet wurde, gnädig: Maria hat geholfen. Vor etlichen Jahren ist mir dort eine ältere Frau in einem knallroten Regenmantel begegnet und klagte mir ihr Leid. Bevor ich mich verabschiedete gab ich ihr den einzigen Geldschein, den ich in meiner Börse hatte: 50 DM. "Schön blöd" könnte mensch  im Rückblick denken, doch es kam anders, da ich auf dem Weg zu meinem knallroten Cinquecento, der vor der Abwrackprämie den Geist aufgab, in einem Missionsladen einen afrikanischen "Rucksack" entdeckte, der in einem Antiqutätengeschäft gut das 20-fache gekostet hätte. 
Noch wundersamer wurde die geistreiche Geschichte, als ich auf der Rückfahrt einen Abstecher zum Friedhof (Mariae Heimsuchung) von Unterholzhausen machte. Vermutlich würde in das kleine Dorf bis heute nicht kennen, wenn mir die "Rote" die Grabstätte ihres Peinigers nicht beschrieben hätte. An dessen Namen kann ich mich nicht mehr entsinnen, dafür ist mir der Name, der auf ihrem Familiengrab stand, im Gedächtnis geblieben: Sabata. Die Eltern der "Roten von Eding" mussten wie viele Vertriebene nach dem verlorenen Endsieg aus dem Böhmischen nach Bayern flüchten. Nach der Geisterreise kehrte ich beim Anzinger Kirchenwirt ein, der mich einst als Vormund um eine beachtliche Erbschaft betrog. Dass mich der Hungergeist damit von einem Anathema erlöst hat, wurde mir erst klar, nachdem ich  aus einer weiblichen Ohnmacht erwachte, die im Märchen nicht Dementia (ohne Geist) sondern Dornröschenschlaf heißt. Seither warte ich nicht mehr auf den Linienbus 54 (6 x 9), sondern nehme das Schicksal selbst in die Hand und radle mit meinem Steppenwolf querfeldein zu den einzelnen MVV-Endstationen wie z. B. Tutzing, Petershausen, Herrsching usw., die sich für Autonome kreisförmig erschließen lassen.
Ausgangspunkt (Endhaltestelle) meiner persönlichen Weltreise, die mich zweimal über den Jordan führte, ist nicht die Münchner Freiheit sondern ein Dorf, im dem der MVV-Regionalbus 461 von Montag bis Freitag zwischen Obelfing und Poing verkehrt. Samstag, Sonntag und Feiertag warten die Anzheimer vergeblich auf den öffentlichen Nahverkehr. Vor der XX. Sommerolympiade brachte ein gelber Postbus PendlerInnen oder die gelegentlich in die Stadt fuhren zum Alten Botanischen Garten. Auf dem angrenzenden Kinderspielplatz befindet sich eine Gedenktafel an Heloise Krantz (**15. August 1943), deren tragisches Schicksal für die meisten MünchnerInnen im Dunkeln (Dementia) liegt. Vermutlich hätte von deren Existenz auch keine Ahnung wenn ich nicht mit Reisebegleiterin Donara, die meinen Geist u. a. mit wort und bild inspiriert, eines Abends an der Endstation Münchner Freiheit in den Bus 54 Richtung Lorettoplatz ein- und am Prinzregentenplatz wieder ausgestiegen wäre. Nach der zufälligen Begegnung ließ mir die ungelöste Geschichte (dass das Opfer ins Beuteschema ihres pädophilen Nachbarn Adolf Hitler passte, ist bis heute ein Tabu) solange keine Ruhe, bis ich einen Seelenstein (mobiler Geisterwohnort) in die Tasche packte und zwei Wochen vor meinem 48igsten  zum Waldfriedhof radelte, um die Krantz-Grabstätte zu suchen. Dass ein patriarchaler Seelenverkäufer dem eigenem Fleisch und Blut  nicht einmal die letzte Ruhe gönnt, ist nichts Außergewöhnliches, dass ein Geist solange umgeht, bis die Energie ihren Frieden findet, auch nicht. Im Fall "Heloise" war ich die Geisterbahn bzw. das Medium, die die Ersatz-Urne am Dreiflüsseeck der Nibelungenstadt Passau versenkte. 

Irgendwann zeigte ich Martha von Bethanien das Krantz-Denkmal. Einzelne "Bronzeziffern", die den Namen einer mir "unbekannten" jungen Frau buchstabieren, die an Maria Himmelfahrt 1943 (wie Geli Raubal) ihre unerträgliche Lebensreise beendete, wackelten wie Milchzähne, die Inschrift "Dr. Fritz Krantz", der zum 50igsten (1938) vom Völkische Beobachter in höchsten NSDAP-Tönen gelobt wurde, hielt hingegen bombenfest im Gestein. Als ich vor zwei Jahren bei der Bärlauchjagd "zufällig" vorbeiradelte, war das Wort "Heloise" auf dem Krantz-Monument nur noch ein Fragment.
Im Herbst 1943 reiste die Familie mit Tochter Marion nach Philadelphia (USA). Dr. Fritz Krantz kehrt bei Kriegsende nach München zurück, um die Kriegsschäden des Prinzregentenstadions zu beseitigen und die Wiedereröffnung vorzubereiten. (...) Zum 1. April 1957 verkauft er das Stadion an die Stadt München. Bei einem Aufenthalt in Philadelphia stirbt Fritz Krantz am 2. Mai 1959. Er wird nach München überführt und im Grab seiner Tochter Heloise im Waldfriedhof beigesetzt. (...) Die Nachkommen der Tochter Marion veräußerten die "Villa Krantz" an die Firma Argenta Internationale Anlagengesellschaft. 
Quelle: http://www.munchen.de/ba/03/ba_info/pdf/KinderspHaus.pdf
Der geschäftsführende Gesellschafter der ARGENTA, der bis dato in der Krantz-Villa residiert, ist Dr. Helmut Röschinger, der seine Geschäftsphilosophie nach einem Doppelklick offenbart. Dass der promovierte Jurist ein Amigo (spanisch: Freund) von Gebirgsjäger Agenda E. Rüdiger Rudi Stoiber ist, der u. a. im Aufsichtsrat der Nürnberger Lebensversicherung AG seinen Lebensabend vergoldet, steht nicht in der Argent(d)a-Vita.


Das Sternbild Argo (Argenta) Navis (Argo-Schiff) leuchtet seit der "Wiedergeburt" als Dreifaltigkeit vom Himmel: Achterdeck des Schiffs, Kiel des Schiffs und Segel des Schiffs. Auf der mythologischen Argo wurde das " Goldene Vlies" des fliegenden Widders Chrysomeles (griechisch: Gold + Honig) von Kolchis (Georgien) nach Hellas exportiert. Mit an Bord war Hekate-Tempelhüterin Medea, die als Serienmörderin in die patriarchale Sagenwelt einging. Vermutlich hätte mich Medeas legendäres Schicksal bis dato (11. Juni - Eröffnung der südafrikanischen Fußball-WM) nicht berührt, wenn ich in den Raunächten 1996/97 nicht der "Wilden Frau" (Autorin: Angelika Aliti) begegnet wäre, die mir anhand der weiblichen Überlebensstrategie im Patriarchat den "genetischen" Unterschied zwischen Vatertochter (Elektra) und Muttertochter (Medea) vor Augen geführt hat: Elektra manipulierte ihren Bruder solange, bis er den Tod des väterlichen Aga Memnon rächte und die spartanische (kommunistische) Gebärmutter Klytaimnestra tötete. Anders Medea, die sich in den Entführer verliebt und dessen Treulosigkeit bestraft, indem sie ihre Söhne bwz. seine Nachkommen tötet. Da ich eine elternlose Kuckucksmutter bin, und mein Liebesglück zeitweise mit einem Argonauten aus Volos teilte, identifiziere ich mich zwangsläufig mit der "Erinnerung" (Schicksal) einer Magierin und vermeintlichen Kindermörderin, deren unsterbliche Vita von zahlreichen Interpreten ausgeschlachtet wurde/wird. In allen theatralen Versionen ist Goldmacherin Medea (Heilerin/Medizinerin) eine Zauberfrau im gebärfähigen Menstruationszeitalter, die ihre Konkurrentin Glauke (griechisch: Eule) aus Eifersucht tötet. Bevor Argonaut Jason dem Goldenen Vlies die Unschuld raubte, zählte Medea (Stammmutter der Meder) zur weiblichen Priesternschaft im Tempel der Hekate (arabisch: 100). Voraussetzung um Unterweltspriesterin/schützerin zu werden, ist nicht ewige Jugend und weibliche Schönheit, sondern Vergänglichkeit. Das olympische Experiment, den Zugang zur irdischen Schatzkammer (Totenwelt) durch Persephones "Schlafgemach" (Grabkammer) zu erobern, endete wie die nordische Andvaranautenfahrt mit dem Untergang einer "göttlichen" Dynastie. Die erlebte nach der hellenischen Pleite in der "Ewigen Stadt" ihre römische Wiedergeburt unter einem anderen Firmennamen. Die Aufsichtsratposten wurden umbenannt. Zeus mutierte zu Jupiter und die eifersüchtige Hera ging nicht als Hierosolyma sondern als Juno in den Konkurrenzkampf. Unterweltsgöttin Hekate alias Hades verwandelte sich in Pluto (griechisch: Reichtum), nur ein einziger durfte seinen Geburtsnamen behalten: Sonnengott (Re/Ra/Rhea) Apollon, vermeintlicher Ahnherr über die Sibylle von Delphi, über die die Prophetin von Ephesus (Herakleia) einst sagte: Die Sibylle mit rasendem Munde, Ungedachtes, Ungesagtes und Ungesalbtes hinausrufend, dringt durch Jahrtausende mit der Stimme (griechisch: phoni), getrieben von thea...(griechisch: GöttIn)


Nekromantie (Totenbeschwörung/Reliquienkult) ist kein Kindertheater. Wer mit dem Jenseits Kontakt aufnimmt, sollte nichts zu verlieren haben (z. B. Königreich) und wie 'ne Hundertjährige mit einem Bein im Grab stehen. Der Zahlenwert 100 (Koph), an 19. Stelle des hebräischen Alphabets, welches mit 1 beginnt und mit 400 endet, bedeutet "Hinterkopf" (Rückseite des Gesichts/backside of the moon). In meinem Koph (100), den ich nur bei anderen zu sehen bekomme, (um den eigenen Hinterkopf betrachten zu können, benötige ich zwei Friseurspiegel), befindet sich das Kleinhirn (lateinisch: cerebellum), das  u. a. für mein (seelisches) Gleichgewicht und die Steuerung bzw. Koordination der Motorik verantwortlich ist. Bei fliegenden "Raubtieren" (Adler/Leopard) ist das cerebellum (Ceres + Baal) im Vergleich zum "übermenschlichen" Großhirn, stärker entwickelt. Zudem wird dem Kleinhirn neuerdings (!) eine Funktion beim unbewussten Lernen  zugeschrieben. Schwarzmalerin Herakleia ahnte schon vor ca. 2500 Jahren, dass Vielwisserei keine Vernunft lehrt: Tod ist was wir im Wachen sehen, was aber im Schlafe - Traum. Jüngste Forschungen (2005) lassen darauf schließen, dass das Kleinhirn am Spracherwerb und dem sozialen Lernen beteiligt ist.
Dass es HerrenmenschInnen im elektronischen Zeitalter  an sozialer Lernfähigkeit mangelt, beweist das "Sparpacket" der deutschen Bundesregierung. 60 Jahre nach Beginn des DM-Wirtschaftswunders fand am 27. 9. 2009 (Göttinnen-Kalender Nut(h) die 17. demokratische Wahl zum Bundestag statt, der zur Bildung einer schwarz-gelben Koalition (Biene Maja) führte. Dass in einem Drohnenstaat weder Milch (griechisch: gala wie Galaxie) noch Honig fließen, weiß jeder Imker, nur "Bienenkönigin" Angela Chrysomerkel nicht, der nach dem Coming-out von Vizekanzler Willi Westerwelle die goldenen Felle davon schwimmen.
Kein Wunder - Götterbotin Merkel ist das Parade-Beispiel einer "Vatertochter", die mit aller Macht eine gynozentrische Gesellschaftsstruktur verhindern will. Wäre "Elektra" Schauspielerin geworden, hätte die Wagner-Liebhaberin in der Rolle des Fräuleins Mathilde von Zahnd (Dürrenmatt/ "Die Physiker" ) ihr Lebenswerk vollenden können. Die politische Rolle des Aga Memnon spielt  Bilderberger Helmut Kohl, in dessen Dunstkreis Musterschülerin Angela, zum Leidwesen von Gemahlin  Hannelore, so richtig aufblühte. Der hebräische Buchstabe "MEM" (Zahlenwert 40) bedeutet Wasser und "NUN" (Zahlenwert 50) ist der Fisch. Bei Fisch + Wasser muss ich an das jiddische Ammenmärchen vom Fischer und seiner Frau denken. Die Geschichte der Ilsebill (Isebel) endet wieder am Anfang einer Erfolgsstory, da die lebenshungrige Fischerin am Ende wie der "liebe" Gott (Joschka) sein wollte. Der saß zu Beginn seiner Schöpfungsgeschichte in einer kleinen Hütte vor einem Schwarzweiß-Fernseher und träumte wie Milchmann Tevje aus Anatevka, eines Tages, ohne einen Finger krumm zu machen, stinkreich zu werden. Ohne Schulabschluss standen die hochdotierten Karrierechancen ziemlich schlecht, doch da sich der Fischer nicht scheute über Leichen zu gehen, ging sein Wunschtraum in Erfüllung. "Argos" wie arglos bedeutet im Altgriechischen je nach Betonung (Rhetorik) glänzend, weiß und schnell, aber auch nicht arbeitend, untätig, faul, träge, ungeschehen, unnütz oder brachliegend sein, wie jene Elektra-Biomaten, die ihr Kleinhirn nicht im Hinterkopf sondern im Handy spazieren tragen.

Dienstag, 8. Juni 2010

EXODUS




Quelle: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-55371.html
Am 31. Mai 2010 (Göttinnenkalender: Zaramama) spiegelte sich am Rand der Sinai-Küste eine mediale Erinnerung, die sich seit dem Auszug aus Ägypten (Exodus - 2. Buch Moses) im beständigen Rhythmus wiederholt.
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Keine Panik auf der Titanic - die Bilder stammen nicht vom Ship-to-Gaza-Zwischenfall, sondern von unserer sonntäglichen Kreuzfahrt mit der MS Starnberg auf dem Würmsee, der vor ca. 20.000 Jahren bei der gleichnamigen Eiszeit entstanden ist. Um als königlicher Gast den historischen Überblick zu behalten, eroberten wir für 2 x 16 Euro, die auf dem internationalen Finanzmarkt keinen Pfifferling mehr wert sind, zwei sonnige Steuerbord-Sitzplätze neben der Kommandobrücke. Auf Hoher See besitzt der Schiffskapitän die Bordgewalt. Wer dem Kommandanten den absoluten Gehorsam verweigert und eine Meuterei anzettelt, wurde einst mit dem Tode bestraft. Stellvertreter des Kapitäns ist der Steuermann, der für die NavigationLogbuch führt. Im Schiffstagebuch werden alle Ereignisse festgehalten, die ans Tageslicht kommen dürfen. Über allen Seemännern thront der Eigentümer des Schiffes. Das kann ein Staat oder eine private Reederei sein, die auf einem gecharterten oder "gekauften" Boot gegen Bezahlungen Frachtgut und/oder Personen transportiert nach der Devise: Der Handelsweg ist das (goldene) Ziel. Einer der reichsten Ship-owner war Medienstar Aristoteles Onassis, das populärste Schiff die unsinkbare Titanic, die auf ihrer Jungfernfahrt gegen einen Eisberg krachte und im Nibelungenmeer versank. Wie viele untergegangene Passagiere die Gelegenheit beim Schopf packten, um ihre Identität zu wechseln, kann ich nicht sagen, ich weiß nur, dass ich bei der letzten Neuverfilmung (1997) Rotz und Wasser heulte, als Filmheld, Leonardo DiCaprio, untermalt von Céline Dion Klagelied - my heart will go on - in den eisigen Fluten unterging.


Schwarzweißaufnahme: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Berg_(Bayern)
Meine Damen und Herren, die erste/letzte Anlegestelle der großen Rundfahrt ist Berg. Das begrünte Gebäude ist das gleichnamige Schloss, in dem der entmündigte König Ludwig II. die letzte Nacht vor seinem Tod verbrachte. Von einem Spaziergang mit seinem Arzt, Prof. von Gudden, kehrten beide nicht lebend zurück. Die Umstände sind bis heute nicht geklärt. Offiziell ertrank er am 13. Juni 1886 im Starnberger See unweit des Schlosses im flachen Uferwasser an der Stelle, die durch ein Holzkreuz markiert ist. Nach Ludwig' Tod wurde das Schloss zum Museum und 1939 zum Nationaldenkmal erklärt, das nach dem verlorenen Endsieg von US-Soldaten bewohnt wurde. Die verursachten einen Wasserschaden, der das Gebäude so schwer beschädigte, dass es nur in vereinfachter Form, ohne Zinnen und Türmchen, saniert wurde. Das Schloss befindet sich noch heute in Besitz der Wittelsbacher. Deren genaue Herkunft liegt ebenfalls im Dunkeln. Legenden führen sie auf Karl den Großen und die Trojaner zurück. Denen wurde ihr unermesslicher Reichtum ebenso zum Verhängnis wie "Erbschleicherkönig" Salomon und allen anderen Hungergeister, die sich mit Gewalt das Recht herausnehmen, den anderen alles wegzufressen. Die romantischen Märchenschlösser, die nur dann kein Loch in die Steuerkasse fressen, wenn genügend Terroristen - sorry - TouristInnen in den Freistaat kommen, täuschen darüber hinweg, dass der "Kini" nicht besser wie der Taufpate ( Ludwig XVI. von Frankreich) seines Großvaters regierte, der mit seiner verschwenderischen Gemahlin, Marie Antoinette, die Revolution heraufbeschwor.


Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit schrie der Mob, der von den Jakobinern aufgewiegelt wurde. Der Freiheitstraum zerplatzte wie eine brüderliche Fruchtblase, als der korsische Freibeuter Napoleon das Welterbe der gallischen "Sonnenkönige" fortsetzte und sich selbst zum Kaiser krönte. Leon oder Lui wie Ludwig heißt Löwe. Das gleichnamige Sternbild erinnert an den Nemeischen Löwen, der sein Goldenes VliesHerakles überlassen musste, der nicht für seine Verbrechen - pardon Heldentaten - nicht bestraft, sondern von den olympischen Aposteln mit Unsterblichkeit belohnt wurde. In der jüdischen Tradition gilt der Löwe als Symbol für den Messias und ist in den Synagogen die einzig erlaubte Ikone. Aus dem Stamm Jehuda wird der (jüdische) Messias geboren werden, der in der Heraldik (Symbolsprache) nicht durch Herkules sondern durch den Löwe Juda (Löwenbräu, Jerusalem, usw.) symbolisiert wird. Das Tierkreiszeichen "Löwe" ist der Sonne zugeordnet, die wie das alchemistische Gold mit einem (Stand)Punkt im Zentrum eines geschlossenes Kreises dargestellt wird, bei dem Anfang und Ende nicht definierbar ist wie die Schöpfungsgeschichte nach jüdischer Zeitrechnung, die exakt vor 5770 Jahren ihren Anfang nahm. Folglich haben diejenigen, die von (Sonnengott) JHWH auserwählt wurden, auf Teufel komm 'raus dessen Andenken zu wa(h)ren, im Vergleich zur christlichen Gegenwart einen historischen Wissensvorsprung von exakt 3760 (5770-2010) Sonnenjahren. Die Muslime leben hoffnungslos hinter dem Mond (5770 - 1431) und die Protestanten, die die "Hure von Babylon" in der Renaissance mit der Feuerpeitsche (hebräisch: Pulsa dinura) erschlugen, sind wie alle Götterboten (Evangelisten) jenseits von Eden.
In der Bibel heißen Wahrsager nicht "Hellseher" sondern Propheten. Die verkündeten u. a., dass der kommende Messias aus dem Löwengeschlecht Jehuda kommen werde. Solange der Thronfolger nicht geboren ist, genießt der 5770jährige Herr seine paradiesische Narrenfreiheit im irdischen Irrenhaus. Ahnherr der Yahooda ist Juda, Sohn Nr. 4 von Jakob, der auf der Arche Noah im Ausguck (Himmelsleiter, Krähennest oder Mars) meditierte, um nach armen Seelen (Seeleuten) Ausschau zu halten, die nach der Odyssee bzw. Sintflut nicht im Persischen Golf, sondern im Golf von Suez oder in A-Ka-Ba (hebräisch: Elat) strandeten: Exodus, der Export ist vorbei, alles Aussteigen - Endstation. Tja und schon ahninnen wir, weshalb das "Rote Meer" und das "Tote Meer" so heißt wie's heißt und warum Piratenkönig Jehu, im Gegensatz zu den einheimischen "Wüstensöhnen", bei der 4. Wiedergeburt (Passion) über das Wasser gehen konnte.



Am 11. Juli 1947 lief der jüdische Blockadebrecher President Warfield mit 4.515 Flüchtlingen an Bord von Frankreich nach Palästina aus, um das "Lebensziel" (Medium coeli) eines "Überirdischen" zu realisieren, der wie Alexander oder Karl der Große, Napoleon, Hitler, Stalin, Mao Zedong oder Shōwa usw. hochgradig an antisozialen Persönlichkeitsstörungen leidet:
Psychopathie (Seelenleid) bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslos. Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass begleitend oft die Diagnose der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann. Dennoch ist die Zahl der Psychopathen selbst unter Gefängnisinsassen als gering anzusehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie
Am 18. Juli 1947 zwangen die britischen Mitspieler die Warfield-Hagana-Exodus kurz vor dem Ziel zur Umkehr. Beim heftigen Widerstand starben drei Mannschaftsmitglieder. Die 4-stündige "Klassenkampf" wurde vom Bordfunker an eine Radiostation gesendet und im Mandatsgebiet Palästina live übertragen. Nach der von der Hagana geplanten Odyssee wurden die Holocaust-Opfer in zwei Lager bei Lübeck interniert. Der gelungene Schachzug sorgte, dank rosebud (Rosenblut) William Randolph Hearst, für weltweites Aufsehen und Empörung. In Folge erhielt die Idee der Gründung eines Judenstaates (Autor: Theodor Herzl) in der Weltöffentlichkeit immer mehr Auftrieb. Knapp ein Monat vor der Wiedergeburt des Israelischen Reiches, öffnete Psychopath JHWH den Söhnen Israels erneut die Tore einer Heilanstalt, in der absolute Rechtsfreiheit herrscht. Niemand muss sich innerhalb der geschlossenen Abteilung an irgendwelche Paragraphen richten, die außerhalb mit dem Tod bestraft werden. Die Fruchtblase platzte am 9. April 1948 beim Massaker von Deir Yasin (9. April 1948). Als Hebamme fungierte Friedensnobelpreisträger Menachem Begin, der seine antisoziale Persönlichkeitsstörung wie folgt kommentierte: "Das Massaker von Deir Jassin hatte nicht nur seine Berechtigung – ohne den "Sieg" von Deir Jassin hätte es auch niemals einen Staat Israel gegeben."
Da das britische Mandat für Palästina (was für ein biblischer Zufall) am 14. Mai 1948, einem Freitag, um Mitternacht endete, versammelte sich der Jüdische Nationalrat unter dem Porträt von Theodor Herzl, Gründer der zionistischen Bewegung. David Ben Gurion (HaSchomer) verlas die israelische Unabhängigkeitserklärung. Die Errichtung des Staates Israel erfolgte demnach kraft des "natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung". Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen JEHU-Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.
http://de.wikipedia.org/wiki/Exodus_(Schiff)
http://de.wikipedia.org/wiki/Israel




Im Gegensatz zu meiner Münchner Mitbürgerin Charlotte Knobloch habe ich das Wort "Holocaust" nicht auf die Real-Estate-Goldwaage gelegt, sondern aus Achtung und Respekt vor allen H-Opfern und Displaced Persons, meine Zähne zusammengebissen und die Kritik am israelischen Faschismus solange hinuntergeschluckt, bis mir das moralische Korsett die Luft abschnürte. Kritisieren heißt soviel wie jemand verurteilen oder (Hin)richten. "Vor der eignen Haustür kehren" bedeutet, dass man(n) nicht den Dreck der anderen aufwirbeln, sondern die Erbsünde aus dem eigenen Teppich klopfen soll. Getreu der grimmigen Märchenwelt, machte sich die fleissige Goldmarie an die Arbeit, zahlte brav ihre Mehrwertsteuer, um am Ende der Wiedergutmachungsaktion (Wellnessurlaub im Bauamt) über Bord geworfen und von Kredithaien aufgefressen zu werden, die an der Wallstreet (Klagemauer) täglich einen neuen Börsenkurs einschlagen. Nein, werte Bank-rot-teure und In-sol-venz-verwalter nicht mit mir. Ich werde euch künftig nicht mehr Zucker (Zinsen) in den Arsch blasen, sondern Salz in den Anus streuen. Das brennt wie Hölle, ist aber Summa Summarum heilsamer wie jede Neuverschuldung nach der Maxime: Vater unser im Himmel, vergebe uns unsere Schuld (Soll), damit wir von denen, die uns was schuldig sind, Zinsen verlangen können. Da ich meine offenen Rechnungen direkt begleiche, kündige ich mit sofortiger Wirkung den göttlichen Kreditrahmenvertrag und entsorge alle "Heiligen Schriften" (Staatsverträge, Paragraphen, Testamente, Geburtsurkunden, Aktien, Geldscheine usw.) in der Papier-Tonne. Die vermeintlichen Bodenschätze landen auf Nimmerwiedersehen im schwarzen Restmüll und was dann an Erbsünde noch übrig bleibt, lässt sich nach dem Ende der Zeitreise kompostieren... einem Massenmörder namens heraufbeschwor.